SWR: Deutsche Kreisstraßen in sehr schlechtem Zustand | vialytics

2 min Lesezeit
11. Februar 2026

Kreisstraßen in schlechtem Zustand: Herausforderungen für Tiefbauamt und Bauhof

Der Jahresbericht des Landesrechnungshofs Rheinland-Pfalz zeigt deutlich, was viele Tiefbauämter und Bauhöfe täglich erleben: 41 Prozent der Kreisstraßen befinden sich in einem sehr schlechten Zustand. Der Sanierungsbedarf steigt, während Zeit, Personal und finanzielle Mittel begrenzt bleiben.

Für die operativ Verantwortlichen ist das kein theoretisches Problem, sondern Teil des Arbeitsalltags. Streckenkontrollen, Schadensmeldungen, Dokumentation und kurzfristige Reparaturen konkurrieren mit langfristiger Erhaltungsplanung - oft unter hohem Zeitdruck.

Hoher Sanierungsbedarf trifft auf knappe Kapazitäten

Der Landesrechnungshof beziffert den Nachholbedarf im Kreisstraßennetz auf über eine Milliarde Euro. Selbst bei konstanten Ausgaben würde der Abbau dieses Rückstands Jahrzehnte dauern. Für Tiefbauämter bedeutet das: Es kann nicht alles gleichzeitig angegangen werden.

Im Bauhof zeigt sich das ganz konkret. Mitarbeitende sind mit laufenden Unterhaltungsarbeiten, Verkehrssicherung, Winterdienst und Bürgerhinweisen ausgelastet. Für systematische Zustandsaufnahmen bleibt im Alltag oft wenig Zeit.

Entscheidungen unter Unsicherheit

Viele Entscheidungen basieren auf Einzelbegehungen, Erfahrungswerten oder akuten Schadensmeldungen. Flächendeckende, aktuelle Zustandsdaten fehlen häufig. Das erschwert die Priorisierung: Welche Strecke wird kurzfristig geflickt, welche mittelfristig saniert, wo kann noch abgewartet werden?

Für Tiefbauämter entsteht daraus ein permanenter Zielkonflikt zwischen Reaktion und Planung.

Bundesweite Situation aus Sicht der operativen Ebene

Die Lage in Rheinland-Pfalz steht stellvertretend für viele Landkreise. Bundesweit wird ein hoher Investitionsrückstand bei kommunalen Straßen festgestellt. Besonders betroffen sind Kreisstraßen, da sie häufig mit geringeren Budgets und weniger Personal bewirtschaftet werden als übergeordnete Netze.

Der fachlich etablierte Grundsatz „Erhalt vor Neubau“ ist aus Sicht von Tiefbauamt und Bauhof richtig - scheitert aber oft an der fehlenden Zeit für systematische Erfassung und Dokumentation.

Landstraße bei Tag, Bild auf Höhe der Asphaltdecke zeigt ein großes Schlagloch im Vordergrund

Warum zusätzliche Mittel den Arbeitsalltag nicht automatisch entlasten

Mehr Geld allein führt nicht automatisch zu mehr umgesetzten Maßnahmen. Steigende Baupreise, begrenzte Vergabekapazitäten und fehlendes Fachpersonal sorgen dafür, dass selbst geplante Maßnahmen verschoben werden müssen.

Hinzu kommt der hohe manuelle Aufwand:

  • Streckenkontrollen mit Zettel oder Excel
  • Fotos auf verschiedenen Geräten
  • Nachträgliche Übertragung ins Büro
  • Abstimmung zwischen Bauhof, Tiefbauamt und Verwaltung

Diese Prozesse binden Arbeitszeit, die für Planung und Umsetzung fehlt.

Digitale Straßenverwaltung als praktische Unterstützung

Digitale Straßenverwaltung setzt genau an diesen operativen Engpässen an. Sie unterstützt Tiefbauämter und Bauhöfe dabei,

  • Zustandserfassungen in bestehende Arbeitsabläufe zu integrieren,
  • Schäden und Maßnahmen zentral zu dokumentieren,
  • Informationen ohne Medienbrüche weiterzugeben und
  • Prioritäten nachvollziehbar festzulegen.

Ziel ist nicht zusätzliche Bürokratie, sondern eine Entlastung im Tagesgeschäft.

Wie das vialytics System im Bauhof- und Tiefbaualltag hilft

Das vialytics System ist auf genau diese Anforderungen ausgerichtet. Die Erfassung von Kreisstraßen erfolgt automatisiert im Regelbetrieb, etwa während regulärer Fahrten. Zusätzliche Befahrungen oder manuelle Begehungen sind nicht notwendig.

Die gewonnenen Daten stehen zentral im Web-System zur Verfügung und können direkt für Unterhaltungs- und Erhaltungsmaßnahmen genutzt werden. Schäden sind nachvollziehbar dokumentiert, Zustände vergleichbar bewertet und Maßnahmen besser priorisierbar.

Eine Person sitz vor 2 Bildschrimen und bedient das vialytics Web-System

Für Bauhof und Tiefbauamt bedeutet das:

  • weniger Zeitaufwand für Erfassung und Nacharbeit
  • bessere Abstimmung zwischen Außendienst und Büro
  • eine belastbare Datengrundlage für Planung und Rückfragen

Digitale Straßenverwaltung ersetzt die fachliche Erfahrung der Mitarbeitenden nicht, sondern ergänzt sie durch strukturierte, aktuelle Informationen.

Fazit

Der schlechte Zustand vieler Kreisstraßen ist für Tiefbauämter und Bauhöfe tägliche Realität. Während der Sanierungsbedarf wächst, bleiben Zeit und Personal knapp. Neben finanziellen Mitteln braucht es deshalb Werkzeuge, die den Arbeitsalltag konkret entlasten.

Digitale Straßenverwaltung schafft Übersicht, reduziert manuelle Arbeit und unterstützt eine vorausschauende Erhaltungsplanung. Damit wird sie zu einem wichtigen Baustein, um die vorhandenen Ressourcen im Kreisstraßennetz sinnvoll einzusetzen.


Quellenverzeichnis:

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